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PERLEN

Schätze der Unterwasserwelt

Die Unterwasserwelt ist Heimat unzähliger Lebewesen, wie auch der Auster, der Mutter aller Perlen. Naturperlen kommen höchst selten vor und sind das Ergebnis einer natürlichen Abwehrreaktion der Muschelgegen einen eingedrungenen Fremdkörper, das von perlmuttbildenden Gewebe ummantelt wird. Kulturperlen sogenannte Zuchtperlen wachsen aufidentische Weise heran wie Naturperlen. Der wesentliche Unterschiedliegt jedoch darin, dass der Fremdkörper – meist ein runder Perlmuttkern– vom Menschen gewollt in die Auster bzw. Muschel eingepflanzt wird. Die ersten Kulturperlen haben etwa vor 100 Jahren das Licht der Welt erblickt.


Merkmale

Die Farbe
Die Farbe ist weniger ein Qualitätsmerkmal, sondern eher die Frage des persönlichen Geschmacks. Farben wie Weiß-Rosé, Silberweiß, Gold oder Schwarzgrün werden aufgrund ihrer Seltenheit oder Beliebtheit am höchsten bewertet.

Der Glanz
Der Glanz, auch Lüster genannt, ist das wichtigste Kriterium für die Qualitätsbewertung der Perle. Das intensive Schimmern verleiht der Perle ihre Ausstrahlung und Lebendigkeit. Ohne Glanz ist jede Perle wertlos, auch wenn alle anderen Faktoren noch so perfekt sind. Im Wesentlichen hängt der Lüster von der Stärke der Beschichtung und der Qualität der Perlenoberfläche ab. Eine genügende Beschichtung, die Ummantelung des Kerns mit Perlmutt, ist auch ausschlaggebend für die Güte und die Lang-
lebigkeit einer Perle.

Die Grösse
Jenach Perlart kann die Grösse einer Perle zwischen ca. 2 und 22 mm variieren. Der Preis steigt mit dem Durchmesser, konstante andere Qualitätsmerkmale vorausgesetzt. Sehr kostbar sind deshalb sehr große, ebenmäßige Perlen.

Die Reinheit
Die Oberflächenbeschaffenheit der Perle ist ein weiteres Kriterium zur Bestimmung der Perlqualität. Ausschlaggebend für den Reinheitsgrad ist die Menge der vorhandenen natürlichen Wachstumsmerkmale. Sehr rar ist die absolute Makellosigkeit. Kleinere Unebenheiten, Vernarbungen und Vertiefungen sogenannte Spots, sind natürlich und unterstreichen die natürlichen Charme einer Perle.

Die Form
Bei der Form wird die gleichmäßige runde Perle oder ein schön geformter Tropfen am höchsten bewertet. Auch barocke Formen und deren Individualität sind gefragt.


Viore -Perlenarten

Die Südsee-Kulturperle
Südsee-Kulturperlen werden auch die „Königinnen der Perlen“ genannt. Sie sind groß, atemberaubend schön,rar und besitzen einen Durchmesser zwischen 10 und 22 mm. Helle Südsee-Zuchtperlen stammen aus der gold- und silberlippigen Perlenauster „Pinctada maxima“, einer der grössten bekannten Austernarten. Die seltenen Kostbarkeiten haben einen weichen, samtenen Glanz, welcher sie auf besonders sanfte Weise erstrahlen lässt. Die Farbpalette der in der Auster Pinctada maxima gewachsenen Perlen reicht vonSilber-Weiß über Crème-Champagner bis zu tiefem Gold. Kultiviert werdensie an den Küsten des Indischen und des Pazifischen Ozeans. Die weltberühmten weissen Perlen findet man jedoch nur an der Nordwestküste Australiens.

DieTahiti-Kulturperle
Als Tahiti-Kulturperlen bezeichnet man die Südsee-Kulturperlen der dunklen Art. Die sehr seltenen Schönheiten stammen aus den Atollen und Lagunen rund um Französisch-Polynesien und den Cook Islands. Sie entstehen in der schwarzlippigen Perlauster „Pinctada margartfera“ und erreichen einen Durchmesser von 8 bis 16 mm. Neben ihrer Größe und ihrer Vielfalt an Formen beeindrucken sie vor allem durch ihre schillernden Farbschattierungen. Die geheimnisvollen Farbtöne der dunkelfarbenen Perlart umfassen helles Silbergrau bis zum Dunkelgrün, wertvollem Anthrazit und tiefem Schwarz.

Die Süsswasser-Kulturperle
Die Süsswasser-Kulturperle ist meist kernlos und bietet eine große Formen-und Farbenvielfalt. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form- und Farbeigenschaften, sowie ihres attraktiven Preises hat sie in den vergangenen Jahren sehr an Popularität gewonnen. Die Kulturen befinden sich heute nahezu alle in Seen und Flüssen Chinas.

Die sogenannten Cumingii-Perlen werden von der Muschel Hyriopsis cumingii hervorgebracht und variieren in ihrer Größe zwischen 2 und 11 mm.In ihrer Zusammensetzung weist sie große Ähnlichkeit mit natürlich gewachsenen Perlen auf. Im Gegensatz zu Salzwasser-Zuchtperlen wird Ihnen meist lediglich ein Gewebeteilchen einer anderen Muschel derselben Art eingepflanzt, das dann den Ursprung der Perle bildet. Süßwasser-perlen sind heute in vielen Farbnuancen von Weiß-Rosé über Lachs-Orange bis zu Braun-Violett erhältlich.


Pflege

Perlen sollten in einem weichen Stofftäschen oder in einem samtbezogenen Etui, getrennt von Gold- und Diamantschmuck, aufbewahrt werden. Der Lüster der Perle ist sehr empfindlich gegenüber Säuren und aggressiven Chemikalien.Daher sollte der Perlschmuck erst nach dem Make-up, Parfümieren undFrisieren angelegt werden. Beim Sonnenbaden, im Wasser oder beim Sport empfiehlt es sich die Perlen abzulegen. Perlen lieben die regelmäßige Reinigung mit einem weichen Tuch. Häufiges Tragen verbessert die Erscheinung der Perle, denn der Hautkontakt verhindert das Austrocknen, erhält den Lüster und damit den Glanz und Ton der Perlen.

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